In ­München ­leben ­mehrere ­tausend­ Sinti*zze und Rom*nja, deren soziale Situation sehr unterschiedlich ­ist. Die ­Kombination­ aus schlechten ­bzw. ­fehlenden formellen ­Bildungsabschlüssen,­ mangelnder­ ­Berufsorientierung ­sowie ­die ­fortwährende ­soziale­ Benachteiligung ­und ­gesellschaftliche ­Diskriminierung ­mindern­ die­ Chancen ­auf ­dem ­Ausbildungs­- und Arbeitsmarkt für junge Sinti*zze und Rom*nja ­erheblich.

­Drom Sinti & Roma richtet sich an arbeitsmarktferne Jugendliche ­und ­junge erwachsene ­Sinti*zze und Rom*nja ­(zwischen­14 ­–und ­27­ Jahren), ­die ­­an ­ihren Berufschancen ­und ­ihrer­ sozialen ­Situation etwas verändern ­wollen.
Dabei ist es unser Ziel,­ eine ­Perspektive ­auf Integration ­ins ­Arbeitsleben ­zu­ schaffen,­ Vermittlungshemmnisse  abzubauen,­ die ­jungen ­Menschen zu stabilisieren und in Ausbildung oder ­Arbeit­ zu ­vermitteln.

Zentrales ­Angebot­ der ­intensiven ­beruflichen Orientierung­ sind­ Jobbausteine,­ welche ­individuell­ angepasst ­werden ­können.

Durch ­die­ offene­ Sozialberatung ­soll­ vorwiegend das­ familiäre ­Umfeld ­­der­ jungen ­Menschen­ angesprochen ­werden, ­um ­einen vertrauensvollen Umgang ­mit­ der ­ganzen­ Familie ­aufzubauen.­ 

Zusätzlich ist die offene Sozialberatung auch für junge ­Menschen­ offen,­ welche­ (noch) ­nicht ­oder nicht ­mehr­ in­ der­ intensiven beruflichen­ Orientierung ­angebunden ­sind.

Hierbei­ handelt ­es­ sich­ um­ eine­ niederschwellige Beratung­ zu­ beruflichen­ und ­sozialen ­Themen.

Gruppenangebote und Kurse – Projektarbeit – Mädchenarbeit

Je ­nach ­pädagogischem ­Bedarf, ­gesellschaftlichen Bedingungen­ und­ Kooperationsanfragen,­ können Projekte­ geplant,­  verwirklicht ­und ­begleitet­ werden.

Fachberatung

Durch­ Fachberatung, ­Vorträge ­und­ Workshops werden ­pädagogische ­Fachkräfte ­und ­Mitarbeitende von ­Behörden ­geschult, um kultur-­ und diskriminierungssensibel mit­ Sinti*zze und Rom*nja  zusammenzuarbeiten.

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit ­sehen­ wir­ als­ wichtige Möglichkeit, um ­auf­ den ­gesellschaftlichen ­Diskurs Einfluss ­zu­nehmen, vorhandene ­Stereotype zu dekonstruieren und somit Ausgrenzung und Diskriminierung ­zu ­vermeiden.

Kulturarbeit

Wir richten Kulturveranstaltungen aus.­ Hierdurch­ können ­zum­ einen ­niederschwellige ­Zugangsmöglichkeiten ­zu­ unseren Beratungsangeboten­ für ­junge ­Sinti*zze und Rom*nja ­und­ ihren­Familien, ­sowie ­gesellschaftliche ­Teilhabe ­geschaffen ­werden.­ Mit diesem Angebot richten wir uns aber auch an die Mehrheitsbevölkerung , um gegenseitige Akzeptanz auf- und Vorurteile abzubauen. ­

Im ­Projekt ­Khetni­ arbeiten ­Sinti*zze und Rom*nja ­als Mediator*innen, um­ zwischen­ der Bevölkerungsgruppe­ und ­öffentlichen Institutionen ­aus­ unterschiedlichen ­Bildungsbereichen ­als Vermittler*innen aufzutreten und somit ­eine ­Brückenfunktion einzunehmen.­ Dadurch ­können ­aus­ kulturellen­ Unterschieden ­hervorgehende ­Missverständnisse ­vermieden­ und Bildungspartizipation­ gefördert ­werden. 

Unsere Angebote adressieren individuelle, familiäre, soziale, kulturelle und gesellschaftliche Faktoren, um eine umfassende und nachhaltige ­berufliche ­Orientierung ­zu­gewährleisten.­ So­ wird ­neben­ der­ Schwerpunktsetzung­ auf die ­intensive berufliche  Orientierung­ (IBO) für junge Sinti und Roma unter 27 Jahren flankierend­ auch ­eine ­offene ­Beratung ­für­ ­Familienangehörige angeboten.­­

Wir­ arbeiten­ kultursensibel ­und­ akzeptierend mit ­der­ europäischen ­Minderheit­ der­ Sinti ­und Roma und konnten dadurch das Vertrauen der Ratsuchenden­ zur­ Beratungsstelle ­aufbauen.­

Durch ­den ­Zuschnitt­ der ­Beratungsarbeit ­auf die ­Bedürfnisse ­und ­Erwartungen­ sowohl­ derj ungen ­Menschen­, als­ auch ­deren ­Familien sind ­wir ­innerhalb­ der ­Minderheit ­als­ Anlaufstelle­ mit ­dem ­Schwerpunkt ­Bildung ­und berufliche ­Orientierung akzeptiert­ und ­anerkannt.

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