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15. März 2018 | Zwischen Parkett und Schotter: Knowhow der Diakonie Hasenbergl e.V. auch in Jordanien gefragt

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Jordanien Gruppenbild mit Bürgermeister 209

Die Diakonie Hasenbergl, vertreten durch die Bereichsleitung Monika Funk, war Ende Januar 2018 für eine Woche Teil einer vom Referat Arbeit und Wirtschaft (RAW) geführten Delegation in Jordanien. Ziel war es, vor Ort Möglichkeiten über Beschäftigung und Qualifizierung von Einheimischen und Geflüchteten zu eruieren. Die jordanischen Partnerinnen und Partner wollten dabei auf das vorhandene Knowhow aus München zurückgreifen.

Wichtig war es den Verantwortlichen in der Stadt München, unter ihnen auch Günther Weingärtler (RAW), dass Experten aus der Praxis des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms mit nach Jordanien kommen. Gewünscht war ein Träger, der langjährige Erfahrungen mit arbeitssuchenden Jugendlichen und Erwachsenen hat, sowie verschiedene Maßnahmen hierzu erfolgreich anbietet. Wichtig war es dabei auch, dass bereits Erfahrung im Aufbau von speziellen Angeboten für benachteiligte Jugendliche, Mädchen und Frauen, Migration und Geflüchtete vorhanden sind. Alles Kriterien, die die Diakonie Hasenberg vollumfänglich erfüllt. Und so kam Monika Funk die Aufgabe zuteil, das Wissen und Knowhow der Diakonie Hasenbergl bis nach Jordanien zu tragen.

In Jordanien, mit seiner Bevölkerung von knapp zehn Millionen Menschen, leben aktuell insgesamt etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. Davon sind etwa 660.000 UNHCR-registrierte Flüchtlinge sowie schätzungsweise 500.000 weitere Geflüchtete oder Zugewanderte aus Syrien. Die Flüchtlinge, von denen die meisten in den Jahren 2012 bis 2014 nach Jordanien einreisten, machen somit mehr als zehn Prozent der Bevölkerung aus. Knapp 90 Prozent von ihnen leben außerhalb von Flüchtlingscamps und sind regional extrem ungleich verteilt. Fast alle konzentrieren sich in Kommunen im Norden des Landes, wobei der größte Teil der Geflüchteten in den ärmeren Bezirken der Städte lebt.

Die jordanische Gesellschaft und die Regierung haben sich darauf eingestellt, dass die Menschen aus Syrien länger in ihrem Land bleiben werden. Die Herausforderungen (Infrastruktur, Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Bildung u.s.w.) sind jedoch immens und die Kommunen sind immer mehr von der Unterstützung internationaler Geldgeber abhängig.

Mit vier Kommunen im Norden des Landes fanden offizielle Sondierungsgespräche mit den Bürgermeistern und weiteren Vertretungen der Verwaltung und NGOs statt.

Beim Besuch von diversen Schulungs- und Ausbildungseinrichtungen zeigte sich rasch, dass Ausbildung oftmals in Durchführung reiner Qualifizierungskurse (z. T. nur 6 bis 11 Monate) erfolgt und darüber der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften noch nicht ausreichend gedeckt werden kann.

Auch zeigte die Ausstattung (Werkzeug und Lernmaterial) der Qualifizierungskurse erhebliche Qualitätsunterschiede zwischen privaten und öffentlichen Kursanbietern. In den Sondierungsgesprächen ging es vorrangig darum, mögliche Potentiale vor Ort für gemeinsame künftige Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte für Einheimische und Flüchtlinge zu identifizieren.

Bild: Gruppenbild mit dem Bürgermeister und seiner Verwaltung in Irbid

Diakonie Hasenbergl e.V.
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Telefax: 089 - 314 001 69

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