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25. Januar 2018 | Plötzlich Muße und Zeit - Junge Arbeit verabschiedet Gabriele Riedel und Walter Strbad in den Ruhestand

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Wenn das komplette Lied „Über den Wolken…“ von Reinhard Mey mit viel Mühe umgedichtet wird, bedeutet es, dass einem die Personen, denen es gewidmet ist, besonders am Herzen liegen. So war es in der zweiten Dezemberwoche, als in Junge Arbeit, eine Einrichtung der Diakonie Hasenbergl, eine Feier zu Ehren von Gabriele Riedel und Walter Strbad gegeben wurde. Beide wurden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Nach einem Sektempfang erinnerten mehrere Laudatoren an die Verdienste der langjähren Mitarbeitenden: so wurden die Zuhörenden unter anderem von Monika Funk, Bereichsleitung Arbeitswelt und Jugendhilfe, mit auf Zeitreise genommen.

2006 begann Gabriele Riedel damit, ein neues Ausbildungsangebot in der Diakonie Hasenbergl speziell für Mädchen und junge Frauen zu etablieren: Afra. Oft hatten die jungen Frauen einen schlechten oder gar keinen Schulabschluss, nur geringe Deutschkenntnisse oder sie waren alleinerziehend, mit ein oder zwei Kindern. So hatten sie oft geringe Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Gabriele Riedel hat nicht nur ein Netzwerk an Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie Ausbildungsbetrieben aufgebaut, sie legte auch Wert darauf, dass Berufe angeboten werden, die Mädchen gerne lernen möchten: zum Beispiel Arzthelferin, Bürokauffrau, Floristin oder Friseurin. Mit Spendengeldern begann man zunächst mit sechs Ausbildungsplätzen. Die Nachfrage war sehr groß, so dass schnell 15 Plätze daraus wurden. Inzwischen ist das Projekt Afra auch für junge Männer geöffnet. In den vergangenen 11 Jahren ist es Gabriele Riedel so gelungen, 30 Auszubildende zum erfolgreichen Berufsabschluss und in Arbeit zu bringen.

1997 fing Walter Strbad als Anleiter in der Schreinerei in Junge Arbeit an. Rasch wurde erkannt, dass es nicht ausreicht, die jungen Menschen zwei Jahre nur als Hilfskräfte anzulernen. Um eine tatsächliche Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben, benötigen die jungen Menschen einen qualifizierenderen Abschluss. So startete im Herbst 1999 die Schreinereiausbildung mit sechs Plätzen. Walter Strbad wurde Ausbilder und hat mit seinen Auszubildenden unzählige Möbel gebaut. Küchen, Schränke, Regale, Tische, Gartenbänke und -häuschen, Hochbetten und so manche Dinge, die man gerne geschenkt bekommt oder weiter verschenkt, wie Schalen, Uhren, ein Schaukelpferd. In den vergangenen 20 Jahren hat er so fast 50 junge Erwachsene erfolgreich ausgebildet und das Schreinerhandwerk mit Fachkräften versorgt.

Diesem Engagement werden nicht nur die zahlreichen jungen Männer und Frauen danken, für die Gabriele Riedel und Walter Strbad eine solide Lebensgrundlage geschaffen haben. Auch die Diakonie Hasenbergl schließt sich mit einem herzlichen Dankeschön an. Und um mit Reinhard Mey’s umgedichteten Worten zu sagen: „Ist für das, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich Muße und Zeit.“

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
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Telefax: 089 - 314 001 69

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