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21. Dezember 2017 | 70 Kinder hoffen auf Spenden für Lernförder-Projekt

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München Nord. 70 Kinder nehmen derzeit am Projekt DiNo-Kids der Diakonie Hasenbergl teil. Das Prinzip des Projekts: 15 studentische Honorarkräfte geben den Schülerinnen und Schülern – viele mit Migrationshintergrund – Hausaufgabenbetreuung und Lernförderung. Doch nun sind alle Spendengelder aufgebraucht, eine Regelfinanzierung wird frühestens ab 2019 möglich sein. Das heißt, es gibt eine Finanzierungslücke für 2018 von etwa 30.000 Euro. Nun hoffen die Kinder, deren Eltern und die betreuenden Studierenden auf Spendengelder.

Wer in München auf Sozialleistungen angewiesen ist, erhält die Nachhilfe für seine Kinder bei entsprechend schlechten Noten umsonst. Nur wer in München gut verdient, kann sich die Nachhilfe für den Nachwuchs leisten: Mit 15 Euro aufwärts muss dabei pro Stunde kalkuliert werden. Doch dazwischen gibt es eine Lücke, nämlich bei Geringverdienern. Hier reicht das Geld oft gerade so für das Nötigste, Lernförderung ist hier oft zu teuer. Genau in dieser Lücke setzt das Projekt DiNo-Kids an, Bildung darf nicht am Geldbeutel scheitern. Denn – laut dem Armutsbericht 2017 ist „Bildung ist entscheidend für die Selbstverwirklichung, die Selbstentfaltung und die Teilhabe an der Gesellschaft“. Seit Projektstart im September 2015 ist die Teilnehmendenzahl von 7 auf 70 Kinder geradezu explodiert. Dass der Bedarf in der „Lücke der Geringverdienenden“ so hoch ist, damit hatten auch die Initiatoren des Projektes in der Diakonie Hasenbergl nicht gerechnet. „Wir haben hier in ein Wespennest gestochen“ sagt Stefan Fröba, Bereichsleiter in der Diakonie Hasenbergl. Inzwischen wird an vier Standorten im Münchner Norden dreimal in der Woche Lernförderung angeboten.

Durch zwei Großspenden konnte das Projekt seit dem am Laufen gehalten werden, außerdem mussten die Eltern bis vor kurzem noch einen symbolischen Betrag von 1,00 Euro pro Stunde bezahlen. Mit dem Geld wurden die studentischen Honorarkräfte bezahlt. Doch da das Geld immer knapper wurde, musste der symbolische Euro pro Lernförderstunde kürzlich auf zwei Euro erhöht werden. Zuviel für manche Eltern, die ihre Kinder – oft mehrmals die Woche – an der Förderung teilnehmen ließen. Die Teilnehmendenzahl ging von 70 auf 50 Kinder zurück.

Auch die Stadt München hat den Bedarf an Lernförderung erkannt, Stefan Fröba hofft darauf, dass für das Projekt ab 2019 eine Regelfinanzierung gefunden werden kann. Das bedeutet jedoch eine Finanzierungslücke für 2018 von ungefähr 30.000 Euro. Kommt das Geld nicht zusammen, bedeutet dies das Ende des Projektes DiNo-Kids – schon in zwei Monaten. Wer helfen möchte, wendet sich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder spendet direkt online auf der der Homepage der Diakonie Hasenbergl unter dem Kommentar-Stichwort: „DiNo-Kids“. Herzlichen Dank!

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
info@diakonie-hasenbergl.de
Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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