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20. November 2017 | Liebevolle Begegnung zwischen Generationen: wenn der Vorlese-Opa kommt

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Allach-Untermenzing. Nicht jedes Kind hat das Glück, dass die Eltern Zeit haben, ihnen vorzulesen. In vielen Familien gibt es auch keinen Opa oder keine Oma in der Umgebung, die dies übernehmen könnte. Dabei finden wir, die Mitarbeitenden der Diakonie Hasenbergl, die Begegnung zwischen den Generationen in Sachen Lesen für Kinder sehr wichtig. Deshalb läuft seit der Eröffnung der Kinderkrippe Von-Reuter-Straße in München im Jahr 2014 das Projekt „Vorlese-Opa“. Jeden Mittwochnachmittag lauschen Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren aufmerksam den spannenden Geschichten ihres Vorlesers.

Der Vorlese-Opa heißt Armin Kircheneder und ist 80 Jahre alt. Der ehemaliger Gärtner im Botanischen Garten bringt bereits Vorerfahrung beim Vorlesen mit: Bei schon drei eigenen Enkelkindern konnte er austesten, was gut richtig gut ankommt und was die Kinder eher zum Einschlafen verleitet: „Es macht mir Spaß, mit den Krippenkindern zu spielen und zu beobachten, wie sie groß werden“. Doch nicht nur das Vorlesen ist für die Kinder ein Erlebnis, auch als männliche Bezugsperson kommt Armin Kircheneder bei den Kindern gut an. Rund sieben kleine Zuhörerinnen und Zuhörer nehmen jeden Mittwoch an der Lesestunde teil.

Das pädagogische Fachpersonal in der Kinderkrippe Von-Reuter-Straße konnte beobachten, dass die Krippenkinder wertvolle Erfahrungen durch die Lesestunden sammeln: Zuhören, Mitdenken, Anregen der Phantasie, sich selbst in Geduld üben. Diese Eindrücke stärken die sozialen Fertigkeiten der Kinder. Und auch für den Vorlese-Opa ist die wöchentliche Stunde eine tolle Abwechslung: Spontaneität bei ungewöhnlichen Fragen zeigen, die eigene Phantasie kindgerecht vermitteln und auch das ein oder andere Mal ein Kind im Zaum halten. Der Lohn ist die Zuneigung der Kinder, ihre Lebensfreude und das Gefühl, wichtig für die Geschichten-Begeisterten zu sein.

In der Vorlesestudie 2016 der Stiftung Lesen wird belegt, dass Vorlesen ein wichtiger Baustein für die Bildungschancen von Kindern ist. Kinder, denen vorgelesen wird, sind zum Beispiel später besser in der Schule, lesen selbst lieber und länger und haben einen größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung.

Auf dem Bild:
Vorlese-Opa Armin Kircheneder mit den Kindern Lenny, Nora und Emilia

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