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7. Juli 2017 | Münchens 3. Arbeitsmarkt macht Schule! Sozialer Träger aus Traunstein besucht das Stadtteilcafé - Treffpunkt am Hasenbergl

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Die Einführung des 3. Arbeitsmarktes in München geht in die richtige Richtung. Dies bestätigten kürzlich Mitarbeitende des Diakonischen Werks in Traunstein, die sich über die praktische Umsetzung des 3. Arbeitsmarktes in der Diakonie Hasenbergl in München informiert haben. Menschen, bei denen auf lange Sicht kaum Rückkehrchancen auf den 1. Arbeitsmarkt bestehen, erhalten so die Chance, längerfristig beschäftigt zu werden.

Dirk Hentrich und Ludwig Doben sind im Diakonischen Werk Traunstein Leiter von Tagesstätten für psychisch kranke Menschen. Diese Menschen sind bisher in sogenannten Zuverdienstprojekten und Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) beschäftigt. Das heißt, sie arbeiten in den Bereichen Reinigung, Geländereinigung, Küche oder Service. Diese Projekte helfen den betroffenen Menschen bei der Widereingliederung in den Beruf. 

Doch oftmals ist es so, dass es auch nach dem Ablauf der Fördermaßnahme, etwa nach 36 Monaten, keine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt erfolgen konnte. Fakt ist, dass es Langzeitarbeitslose gibt, für die es auf lange Sicht kaum Rückkehrchancen auf den ersten Arbeitsmarkt gibt und für die gleichzeitig keine weiteren Fördermöglichkeiten mehr vorgesehen sind. Gleichzeitig ist Langzeitarbeitslosigkeit ist immer noch das größte gesellschaftliche Armuts- und Ausgrenzungsrisiko. Mit dem Programm des Dritten Arbeitsmarktes reagiert die Stadt auf die Tatsache, dass sich Beschäftigungschancen von Langzeitarbeitslosen mit den bislang zur Verfügung stehenden Instrumenten nicht wesentlich verbessern ließen und schafft Chancen für eine längerfristige Beschäftigung und damit für den betroffenen Personenkreis Teilhabe am Arbeitsleben.

München reagierte auf diese Situation führte als eigenständigen und dauerhaften Programmteil des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) den Dritten Arbeitsmarkt ein. Das Programm startete am 1. April 2016, erste Förderungen waren zum 1. August eingerichtet. Hier liegt das Ziel darin, die Lebenssituation der Langzeitarbeitslosen sowie deren soziale Teilhabe zu verbessern und sie langfristig zu beschäftigen. Die neuen Instrumente: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sowie Soziale Hilfe Stellen. Günther Weingärtler, stellvertretende Leitung des Fachbereichs III des Referats für Arbeit und Wirtschaft, der an der Entwicklung und Umsetzung des Programms federführend beteiligt war/ist, erklärte den Traunsteiner Besuchern die Hintergründe, sowie Möglichkeiten und Chancen des 3. Arbeitsmarktes.

In der Diakonie Hasenbergl werden derzeit 13 Menschen über den 3. Arbeitsmarkt erfolgreich beschäftigt, etwa im Stadtteilcafé – Treffpunkt am Hasenbergl oder über den Sozialen Betrieb „Pro. Hilfe durch Arbeit“ im Tauschbuchladen Bücherkiste. Dirk Hentrich und Ludwig Doben waren beeindruckt von der praktischen Umsetzung beim Vor-Ort-Besuch. „Die beiden neuen Instrumente des 3. Arbeitsmarktes bringen für viele Langzeitarbeitslose ein hohes Maß an Lebensqualität, weit über die anderen, kurzfristigen Programme hinaus. Damit gewinnen die Personen eine stabile Lebensperspektive und Sicherheit für ihre Zukunft“ sagt Dirk Hentrich vom Diakonischen Werk Traunstein.

Mit acht verschiedenen Förderinstrumenten zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen spielt die Diakonie Hasenbergl auch in diesem Bereich eine führende Rolle unter den sozialen Trägern in München. Für rund 110 Menschen (alle Instrumente zusammen) bedeutet die Beschäftigung erhöhte Lebensqualität und sinnvolles Tun.

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
info@diakonie-hasenbergl.de
Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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