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6. Juni 2017 | Backen für den Mathematik-Unterricht? Nachhilfeprojekt „DiNo-Kids“ wird mit hoher Spende bedacht

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Ehepaar Schmucker mit Selen Gürler Mitte 209

Wie können Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich Hausaufgabenbetreuung nicht leisten können, trotzdem optimal gefördert werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projektes DiNo-Kids der Diakonie Hasenbergl. Das Prinzip: 15 studentische Honorarkräfte geben Schülerinnen und Schüler – meist mit Migrationshintergrund – Nachhilfe. Seit dem Projektstart im September 2015 ist die Zahl der Teilnehmenden von 10 auf 60 Kinder gestiegen.

Das Ehepaar Schmucker, Gründer der Findelkind-Sozialstiftung, ist so beeindruckt von der Idee des Projekts, dass es dieses nun mit einer hohen Spende bedacht hat: Über 17.848 Euro können sich die DiNo-Kids freuen. Am Montag den 29. Mai 2017 fand die symbolische Checkübergabe statt.

„Wir sind authentisch gegenüber den Schülerinnen und Schülern“, erklärt Leitung und Ideengeberin des Projekts Selen Gürler. „Ich selbst komme zum Beispiel aus der Türkei. Die Kinder sehen an uns Mitarbeitenden im Projekt: Es ist machbar, hier kann man vieles erreichen, wenn man sich anstrengt und seine Ziele verfolgt“. Dr. Rainer Großmann, Bezirksrat sowie Bernhard Loos, Bundestagskandidat der CSU, ließen es sich nicht nehmen, sich das Projekt im Münchner Norden genauer an zu sehen. „Viele Jugendliche verstehen es erst später, dass Weiterbildung einen voran bringt. Dann ist es wichtig, dass es auch entsprechende Perspektiven für sie gibt“ führt Loos aus, der selbst beruflich viele Jahre in der Jugendförderung tätig war.

Die 60 Kinder und Jugendlichen kommen aus den Schulen aus der Nordhaide und Umgebung. In kleinen Gruppen mit bis zu vier Schülerinnen und Schülern geht das Projekt gezielt auf die einzelnen Bedürfnisse der Kinder ein. Aber auch außerschulische gemeinsame Aktionen wie Kochen oder Backen stehen hier auf dem „Stundenplan“. Als die Bereichsleitung der Diakonie Hasenbergl, Stefan Fröba einmal fragte, was denn Backen mit Mathematik zu tun hätte, hatte ein Kind eine prompte Antwort: „Na viel! Wiegen, messen, teilen und subtrahieren!“

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