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23. November 2016 | Erstmalig erhält eine Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung in Oberbayern das Schulprofil „Inklusion“

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kumpr057 inklusion27 209Das ist zukunftsweisend: Die Wichern-Schule hat in Oberbayern als erste und bisher einzige Förderschule mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung das Schulprofil Inklusion erhalten. Damit wird anerkannt, dass Inklusion auch bedeutet, Kinder mit erhöhtem Förderbedarf erst gemeinsam unter sich zu fördern - und sie anschließend wieder ins Regelsystem zu integrieren. Die Verleihung der Auszeichnung durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst fand am 24. Oktober 2016 im Kultusministerium statt.

 

Für die Wichern-Schule ist dieses Profil von besonderer Bedeutung, weil es nicht nur inklusive Zukunftsaussichten eröffnet, sondern weil es auch eine Anerkennung der bereits geleisteten inklusiven Anstrengungen bedeutet: Sonderpädagogen/innen und Heilpädagogische Förderlehrer/innen der Wichern-Schule beraten zum Beispiel in Kindergärten und Schulen in der Region im Umgang mit Kindern, die emotionale und soziale Probleme in den Einrichtungen zeigen. Diagnostik und Förderung einzelner Kinder gehören dabei ebenso zum Repertoire als auch Beratung der Einrichtungen und einzelner Pädagogen/innen.

Ein weiteres Instrument ist die Schul- und Jugendhilfekonferenz München Nord. Sie findet seit dem Jahr 2000 dreimal im Jahr zur Prävention von Erziehungsschwierigkeiten statt. Hierbei handelt es sich um ein Angebot für alle Fachkräfte im Münchner Norden um die Bedarfe in der Region darzustellen, das gegenseitige Wissen über unterschiedliche Angebote in der Region herzustellen und die Angebote miteinander zu verknüpfen.

Nicht zuletzt ist es eine Auszeichnung für die Wichern-Schule selbst, die mit ihren hohen Rückführungsquoten in die Regelschule, die Kinder unterstützt, die vorübergehend nicht in den Regelkindergärten bzw. in den Regelschulen lernen können. Manche Kinder haben einen so großen Nachhol- und Förderbedarf, dass die kleinen Gruppen der Schulvorbereitenden Einrichtung und die Klassen der Schule den idealen Rahmen zur intensiven Förderung der Kinder bieten. So können sie in einem geschützten Rahmen lernen, ihre emotionalen und sozialen Probleme in den Griff zu bekommen um anschließend im Regelsystem gut und integriert weiter lernen zu können.

Auf dem Bild von links nach rechts:

Eva Grundner, Vorstand Diakonie Hasenbergl e.V.

Dr. Stefan Baier, Leitung Wichern-Schule

Georg Eisenreich, Bildungsstaatssekretär

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
info@diakonie-hasenbergl.de
Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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