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21. April 2016 | Stadt München wird für jugendliche Flüchtlinge "erfahrbar"

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Neuer Bus 209

17429 gefoerdert durch RZ klein

Schwabing-Freimann – Durch Fördermittel der GlücksSpirale konnte für die Zentrale Inobhutnahmestelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (ZIO) der Diakonie Hasenbergl ein neuer Bus angeschafft werden. Darüber freuen sich auch die acht Flüchtlinge zwischen 14 und 18 Jahren aus Afghanistan, Eritrea, dem Senegal und Somalia, die in der ZIO leben. Der 9-Sitzer hat einen Wert von rund 37.000 Euro. Die GlücksSpirale fördert die Anschaffung mit fast 80 Prozent.

Dank dem neuen Bus konnten bereits Ausflüge unternommen werden: Ein Wanderausflug in die Berge, ein Workshop im Haus der Kunst sowie regelmäßige Sportaktivitäten, wie Fußball und Volleyball. Lebensmitteleinkäufe lassen sich nun mühelos erledigen und wenn ein Jugendlicher das Glück hat, einen passenden Platz in einer Pflegefamilie oder Folgeeinrichtung zu finden, kann er bei seinem Umzug ohne Probleme unterstützt werden.

Das Ziel: Den minderjährigen Flüchtlingen soll es ermöglicht werden, ihre neue Umgebung kennen zu lernen.

Eine gelungene Integration setzt voraus, dass die jungen Menschen die deutsche Gesellschaft und den für sie völlig neuen Lebensort verstehen und erfahren – und das ist diesmal wörtlich gemeint. Deshalb sind, neben der Vermittlung der deutschen Sprache, Ausflüge in die Natur und zu Sehenswürdigkeiten sowie sportliche Aktivitäten und die Freizeitgestaltung außerhalb der Wohngruppe von zentraler Bedeutung.

Die ZIO der Diakonie Hasenbergl betreut männliche Flüchtlinge im Alter von 14 bis 18 Jahren aus der Erstaufnahmeeinrichtung in der Bayernkaserne und ihren Dependancen in München. Neben einer intensiven Betreuungsarbeit, die Schutz und Geborgenheit vermitteln soll, ist das Ziel auch, die Jugendlichen in ihrer Integration zu fördern. Außerdem werden etwa die familiäre und soziokulturelle Herkunft der Jungen sowie deren Fähigkeiten und ihr gesundheitlicher und psychischer Entwicklungsstand ermittelt.

Die Jugendlichen der ZIO der Diakonie Hasenbergl sind überwiegend traumatisiert durch Gewalterfahrungen, die sie und ihre Familien in den Heimatländern erlebt haben sowie durch ihre mehrmonatige Flucht nach Deutschland. Der neue Bus ermöglicht den Jungen nun weitere positive Erfahrungen in ihrer neuen Heimat zu sammeln und endlich anzukommen.

 

Diakonie Hasenbergl e.V.
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