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18. Dezember 2015 | Schülerinnen und Schüler sammeln Pfandflaschen und spenden Erlös an Flüchtlinge

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Schülerinnen und Schüler spenden Erlös aus Pfandflaschen 209Drei Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer sind heute in die Zentrale Inobhutnahme (ZIO) der Diakonie Hasenbergl gekommen, um acht jungen Flüchtlingen eine Freude zu machen. Sie überreichten stellvertretend für ihre Mitschüler der Städtischen Robert-Bosch-Fachoberschule München an der Nordhaide den Erlös aus dem Sammeln von Pfandflaschen.

Die Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule München an der Nordhaide wurde erst im September eröffnet – und schon engagieren sich die Schülerinnen und Schüler für „ihren“ neuen Stadtteil. Diese haben in den vergangenen vier Monaten jede Menge Dosen und Flaschen in ihrer Schule aufgesammelt. Das Ziel: Der Erlös daraus sollte unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen des Vereins Diakonie Hasenbergl zu Gute kommen. Einmal in der Woche wurde deshalb eine Station in der Schule eingerichtet, an der Pfandflaschen bequem abgegeben werden konnten. Rund 160 Euro sind so in kurzer Zeit zusammen gekommen.

Neben dem Flaschensammeln starteten sie aber auch noch einen weiteren Aufruf für Sach- oder Geldspenden. Das Ergebnis ist beachtlich: Genau 555,55 Euro sowie jede Menge warme Winterkleidung für junge Flüchtlinge! „Wir freuen uns sehr über das Engagement für unsere Flüchtlinge.“, so Atisa Lunghamer, die Leitung der ZIO in der Diakonie Hasenbergl. Durch den persönlichen Kontakt zu den Flüchtlingen tritt der Mensch mehr in den Vordergrund - und nicht die politische Lage“.

In der ZIO werden acht unbegleitete, minderjährige Jungen betreut. Im Durchschnitt bleiben die Minderjährigen rund drei Monate, bevor sie in andere Jugendhilfeeinrichtungen in Deutschland verteilt werden. Rund 35 Jungs haben so die ZIO seit ihrer Eröffnung im Februar 2015 bereits durchlaufen. Derzeit werden sechs Afghanen, ein Syrer und ein Somali betreut.
Der Tagesablauf ist gut strukturiert: Um acht Uhr aufstehen, frühstücken und in den Deutschunterricht in die Innenstadt fahren. Anschließend kommen die Jungen zum Mittagessen zurück in die ZIO und machen sich danach an die Hausaufgaben. In ihrer Freizeit unternehmen die Jungs Ausflüge in die Stadt, spielen Fußball oder „Vier Gewinnt“. Zur Aufarbeitung von Traumata steht ein psychologischer Fachdienst zur Verfügung.

Die jungen Flüchtlinge haben sich sehr über den Besuch der kleinen „Schülerdelegation“ gefreut und konnten es kaum erwarten, die Winterkleidung aus zu packen. Von dem Geld werden sie sich nach eigenen Angaben erst mal einen Frisörbesuch und neue Schuhe leisten.

Auf dem Bild von links nach rechts:

Benedikt Schumitz, Betreuer in der ZIO; Marcel Felder, Schüler; Manuel Bartlug, 1. Schülersprecher; Caroline Lorenz, 2. Schülersprecherin; Lucia Schlamp, Lehrerein für Englisch, Geschichte und Ethik; Jakob Netter, Lehrer für Mathematik und Wirtschaft

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
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Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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