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5. September 2014 | Immer mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - Engagement der Diakonie Hasenbergl in der Bayernkaserne

Meldungen

Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab – nun beteiligen sich auch Fachkräfte des Vereins Diakonie Hasenbergl an der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in der Bayernkaserne im Münchner Norden.

Ca. 160 Jugendliche sind derzeit in der Bayernkaserne untergebracht, etwa 80 weitere wohnen in anderen Gebäuden in München. Die Jugendlichen sind ohne Eltern aus Krisen- und Kriegsgebieten geflohen, um in Deutschland Schutz und Perspektiven zu suchen. Ein Ende der Flüchtlingswelle ist nicht in Sicht.

Doch die Herausforderungen an die Fachkräfte sind groß. Die Jugendlichen sind vielfach traumatisiert, viele Regelungen von Prozessabläufen müssen erst erarbeitet werden. Aktuell erfordern Fälle von Masernerkrankung zusätzliche Schutzvorkehrungen und dies alles bei kontinuierlich bestehendem Personalmangel.

Die Fachkräfte gewährleisten für die jugendlichen Flüchtlinge eine adäquate Tagesstruktur, eine individuelle pädagogische Betreuung und im Bedarfsfall auch Krisenintervention. Sie begleiten die Jugendlichen zur Altersfeststellung und zu medizinischen Untersuchungen, unterstützen sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und Pflichten und gestalten Sozialtrainings und Freizeitaktivitäten.

Seit Beginn dieses Jahres gelten für die Versorgung und Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge Jugendhilfestandards, ein Personalschlüssel von 1:5 ist angestrebt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird die Begleitung der Jugendlichen in Kooperation von Stadtjugendamt
mit aktuell neun freien Trägern bewältigt. Der Verein Diakonie Hasenbergl ist einer davon. Mit rund 50 Einrichtungen engagiert sich der Verein, der in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen feiert, für mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt sowie für Senioren und für Kinder und Jugendliche.

Die Mitarbeitenden im Bereich JHumF (Jugendhilfe unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) arbeiten in der Bayernkaserne vor Ort. Die Dienst- und Fachaufsicht obliegt aber der Ambulanten Erziehungshilfe der Diakonie Hasenbergl.

Das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Fachkräfte, der Leitungen und Organisator/innen ist enorm, die freien Träger wie das Stadtjugendamt sind bereit, Ressourcen zu aktivieren, schnell zu reagieren, auch mal unkonventionelle Lösungen umzusetzen, und dabei immer gute fachliche Arbeit zu leisten.

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
info@diakonie-hasenbergl.de
Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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