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25. April 2014 | "Pflanzen können wieder ungestört wachsen!"

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Rama Dama Graslilienanger 209Ein Turnschuh, Bananenschalen, Zigarettenkippen – am 25. April 2014 hieß das Motto: Wir sagen dem Müll den Kampf an! Kinder aus fünf Einrichtungen in der Umgebung der Nordhaide trafen sich nahe der U-Bahn-Haltestelle Dülferanger. Ihre Mission: den Münchner Norden für die Bürgerinnen und Bürger müllfrei machen – Rama dama! Beteiligt haben sich kleine Umweltschützer aus gleich sechs unterschiedlichen Einrichtungen.

Die Aktion hat Tradition: Im Frühjahr 2011 fiel Kindern der Kindertagesstätte Graslilienanger der Diakonie Hasenbergl
auf, dass in der Siedlung rund um die Einrichtung sehr viel Müll auf den Wegen,
den Wiesen und Spielplätzen liegt.

„Der muss weg!" beschlossen sie und fingen an, sauber zu machen. Aber die Siedlung ist groß und wenn man hinten
fertig war, konnte man vorne wieder anfangen. Hilfe musste her! Leitungen vom Dominikuszentrum, der AWO-Einrichtung am Wiesenanger, der Kinderschutz-Einrichtung am Fingerkrautanger und von der Partnereinrichtung am
Felsennelkenanger wurden kontaktiert. Und tatsächlich fanden sich viele Freiwillige mit ihren Betreuenden. Nach dieser ersten erfolgreichen Aktion, beschlossen Kinder und Pädagogen, dies regelmäßig einmal im Frühjahr und einmal
im Herbst zu wiederholen.

Nach einer kurzen Lagebesprechung schwärmten die Kinder deshalb auch heute aus und sammelten alles ein, was nichts in der Umwelt zu suchen hat.

Ihre Ausrüstung: Einmalhandschuhe, Müllsäcke und sogar – ganz professionell – Müllgreifer.

Nach eineinhalb Stunden kamen alle zusammen um staunend die Ergebnisse zu begutachten: Bananenschalen,
Zigarettenkippen, Flaschen, Plastikfolien, Papiertüten, Essensreste, Alufolie, eine Mütze, ein Schal, ein Turnschuh und vieles mehr türmte sich zu einem Berg auf! Sorgfältig sortierten die Nachwuchsaktivisten alles nach Wertstoffen und
brachten es zu den entsprechenden Containern.

„Nun ist alles wieder sauber und sieht schön aus. Die Pflanzen haben Platz und können ungestört wachsen!" stellten die Kleinen fest und kehrten zufrieden in ihre Einrichtungen zurück. Im Herbst werden sie bestimmt wieder gebraucht zum „Rama dama"!

„Rama dama" ist bayrisch und stammt vom ehemaligen Oberbürgermeister Thomas Wimmer, der kurz nach dem Krieg 1949 die Münchner Bürger mit diesem Ausruf zum Saubermachen der Stadt aufrief. Tausende räumten damals mit der Schaufel in der Hand Schutt und Steine beiseite, die der Krieg hinterlassen hatte.
Der Begriff „Rama dama" heißt übersetzt „aufräumen tun wir" und wird heute für Aufräumaktionen in Wald, Feld und Flur benutzt.

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
info@diakonie-hasenbergl.de
Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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