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28. Mai 2020 I "Viel Gesundheit" und einen "Abenteuerspielplatz im Viertel"   

Meldungen

Wunschbäume der Nachbarschaftstreffs werden gut genutzt und sind nur eine der Aktionen der „Woche der Nachbarschaftstreffs“

Botschaft_Wunschbaum_TLDie Corona-Krise hat das Stadtleben im Griff, Austausch ist nur mit Abstand möglich. Darauf mussten sich auch die Nachbarschaftstreffs der Diakonie Hasenbergl einstellen und die fast schon traditionelle Woche der Münchner Nachbarschaftstreffs anpassen. Statt Workshops und persönlicher Treffen findet die Begegnung mit den Nachbarinnen und Nachbarn eben draußen statt. „Stadtteilspaziergänge sind eine sehr geeignete Methode, um Anwohnende in ihrem Lebensumfeld anzutreffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen sowie die Gegebenheiten vor Ort wahrzunehmen. Und so sind wir eben in unseren Vierteln unterwegs und sprechen mit den Menschen, die wir auf der Straße treffen“, erzählt Jessica Vogel, die das Nachbarschaftsbüro Nordhaide leitet. „Gesprächsthemen sind natürlich die aktuelle Situation. Die Menschen sind besorgt wegen Corona: wenn Geld knapp wird, die Kinder nicht betreut werden können. Oder die fehlende Normalität, keine persönlichen Kontakte zu Freunden, keine Schule, das beschäftigt die Familien. Ein Vater erzählte uns, aus Langeweile hätten ihn seine Kinder begleitet, als er den Müll rausbrachte“, ergänzt Brigitte Ertl vom Nachbarschaftsbüro Hasenbergl.

 

Die Mitarbeiterinnen in den Treffs haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie den Nachbarinnen und Nachbarn auch in der aktuellen Situation beistehen und die Möglichkeit zum Austausch bieten können. Sie haben eine Stadtteilzeitung herausgebracht, die bei den Spaziergängen im Viertel an alle Anwohnerinnen und Anwohner verteilt wird: "Nachbarschaft" ist der Titel des kleinen Magazins, das mit bunten Meldungen, Beschäftigungsideen, Unterhaltung und Rezeptvorschlägen für die Menschen in der Nachbarschaft gestaltet wurde. „Dazu verteilen wir noch kleine Saatgut-Päckchen mit Blumensamen“, berichtet Mokhidilkhon Djuraboeva vom Treff Lerchenau. „Es ist toll, dass unsere Aktion ‚Freude säen‘ so gut ankommt und sich die Nachbarinnen und Nachbarn darüber freuen“.

Wetterbedingt waren am Anfang der Woche nur wenig Menschen im Viertel unterwegs. Eine Möglichkeit, sich gegenseitig etwas mitzuteilen, gab es dennoch:

„Weniger Müll auf den Straßen“, einen „Bücherschrank“, „Kleidertausch“ mehrmals im Jahr oder einen „Abenteuerspielplatz“, „Gesundheit für alle Nachbarinnen und Nachbarn“, das sind nur einige der Wünsche, die auf den Zetteln an den Wunschbäumen vor den Nachbarschaftstreffs stehen. „Alle Wünsche können wir leider nicht erfüllen, wir gehen aber auf die Menschen mit ihren individuellen Anliegen zu. Wer seine Kontaktdaten hinterlässt, bekommt von uns natürlich auch eine Rückmeldung. Wir unterstützen dann bei einzelnen Fragen oder vermitteln zum Beispiel in einem Konflikt“, berichtet Sarah Dürr vom Blauen Punkt. Auch in den Nachbarschaftsbüros sind die Mitarbeitenden der Diakonie Hasenbergl wieder persönlich vor Ort erreichbar. Einen Überblick über die verschiedenen Einrichtungen gibt es hier: www.diakonie-hasenbergl.de/beratung/stadtteilarbeit www.diakonie-hasenbergl.de/beratung/stadtteilarbeit www.diakonie-hasenbergl.de/beratung/stadtteilarbeit

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