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23. Januar 2020 | Mit viel Herzblut, wieder laut und parteilich

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Dr. Stefan Fröba folgt auf Eva Grundner im Vorstand der Diakonie Hasenbergl nach

Eine Ära geht zu Ende. Nach fast 40 Jahren, in denen sie in verschiedenen Positionen für die Diakonie Hasenbergl tätig war, verabschiedet sich die  langjährige Vorständin Eva Grundner in den Ruhestand. Ihr Nachfolger an der Doppelspitze mit Gereon Kugler im Vorstand der Diakonie wird Dr. Stefan Fröba. Fröba  ist ebenfalls Sozialpädagoge und hat in den vergangenen zwölf Jahren die Bereiche Sozialpsychiatrie, Senioren- und Stadtteilarbeit der Diakonie verantwortet.

"Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", erzählt Eva Grundner. "Für mich war meine Arbeit immer absolut bereichernd und sinnstiftend. Ich habe hier mit vielen äußerst kompetenten und von ihren Aufgaben begeisterten Kolleg*innen eng zusammen arbeiten dürfen“.

Ihre erste Stelle als Sozialpädagogin, direkt vom Studium, trat Eva Grundner im Wichern-Zentrum an, einem Förderzentrum für seelisch und emotional benachteiligte Kinder; eine Herausforderung, wie sie selbst sagt: „Das Aufgabengebiet war nicht einfach für mich und ich musste viel über Heilpädagogik und heilpädagogische Haltung lernen. Aber ich wurde unterstützt“, erinnert sich Grundner. Schnell kamen neue Aufgaben: sie übernahm den Psycho-Motorik-Fachdienst, war Mitglied und zeitweise Vorsitzende der Mitarbeitendenvertretung der Diakonie Hasenbergl und leitete verschiedene Einrichtungen innerhalb des Wichern-Zentrums. 2001 übernahm sie die Gesamtleitung des Förderzentrums. Nebenberuflich absolvierte Eva Grundner ein Studium zur Sozialwirtin, übernahm von 2004 bis 2006 den Vorstand der Diakonie Hasenbergl. Seit 2010 leitete sie die Diakonie Hasenbergl als Vorständin, die letzten acht Jahre dabei in enger Zusammenarbeit mit Gereon Kugler. „Wir haben gemeinsam die Geschicke der Diakonie Hasenbergl geprägt, das war manchmal eine besondere Herausforderung und immer eine tolle Aufgabe“.

„Unbequem“, so beschreiben sie manche Wegbegleiter, „laut und parteilich“ ist sie für die Menschen, die benachteiligt sind, und deren Bedürfnisse eingetreten, hat immer wieder für die Fortführung der verschiedenen Projekte, die in der Diakonie Hasenbergl auf den Weg gebracht worden waren, argumentiert. Hat sich für den Start oder die Weiterführung der Einrichtungen eingesetzt, der erfolgreichen Arbeit der Mitarbeitenden der Diakonie Hasenbergl weit über die Grenzen des Münchner Nordens hinaus. Und so gehören zur Diakonie Hasenbergl zum Dezember 2019, zu ihrem Eintritt ins Rentenalter, mehr als 60 Einrichtungen. „Das habe ich natürlich nicht allein geschafft. Das was ein gutes Miteinander in allen Bereichen, in den Einrichtungen und Teams auf allen Ebenen. Durch das Mittragen und Mitverantworten unserer gemeinsamen Werte – nur so haben wir das geschafft“.

Vorstandsteam Grundner KuglerDas Besondere an der Diakonie Hasenbergl ist für Eva Grundner die Vielfalt der Einrichtungen, „die wir aufgebaut haben und von denen jede ihren eigenen Stellenwert hat“. Dass dazu viele innovative Konzepte und Projekte gehören, die nicht nur den Nerv der Zeit, sondern auch die Bedürfnisse in einer Stadt, in der verschiedene Kulturen zusammenkommen, treffen, ist nicht allein ihr Verdienst. Dass diese Projekte aber realisiert werden konnten, ist dennoch auf ihre Moderation und Hartnäckigkeit im Verhandeln zurückzuführen. „Die enge und immer vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eva Grundner war mir schon immer als etwas Besonderes bewusst. Es gab auch Themen und Herausforderungen, über die wir lange gemeinsam gerungen haben, deren Entscheidungen  wir aber immer gemeinsam tragen konnten“, erzählt Gereon Kugler.

Neun Jahre lang haben die beiden gemeinsam die Geschicke der Diakonie Hasenbergl geleitet. In dieser Zeit wurden nicht nur viele Themen umgesetzt, um die die Mitarbeitenden selbst gebeten hatten: Stabilität im Vorstand, finanzielle Absicherung der Diakonie Hasenbergl und auch die Festlegung von wichtigen Grundsätzen und gemeinsamen Werten wie Partizipation, Vielfalt und Qualität, Innovation und Beteiligung. Dazu gehörte auch eine gute Arbeitsplatzkultur, die geprägt ist von Verantwortung, Teamgeist und Humor. Und auch die Anstrengungen in diesem Bereich haben sich gelohnt: „Dass die Mitarbeitenden in der Diakonie Hasenbergl ihren Arbeitgeber so gut bewertet haben, dass wir bei great place to work in 2019 gleich zwei Auszeichnungen bekamen – das ist wohl das größte Geschenk, das ich in meine Rente mitnehme“.

Im Januar hat Dr. Stefan Fröba den zweiten Arbeitsplatz im Vorstandsbüro eingenommen. Der Sozialpädagoge vertritt nun gemeinsam mit Gereon Kugler die Diakonie Hasenbergl als Vorstand nach außen. „Die Doppelspitze mit einem kaufmännischem und einem sozialpädagogischen Experten hat sich im Laufe der Jahre als sinnvoll erwiesen. Deshalb war es für uns schnell klar, dass wir die beiden Fachbereiche wieder in der Besetzung des Vorstands der Diakonie Hasenbergl spiegeln möchten“, erklärt Kugler.

Vorstandsteam Fröba KuglerDr. Fröba ist kein Unbekannter in der Diakonie am Stanigplatz. 1991 begann er als Leiter der Gemeinwesenarbeit am Hasenbergl, begleitete als Sozialpädagoge die Obdachlosenhaushalte während der Sanierung der städtischen Unterkünfte und die Überleitung in Mietwohnungen. Seit 2008 leitet er den Bereich Sozialpsychiatrie, Senioren- und Stadtteilarbeit, dem immerhin 22 eigenständige Einrichtungen angehören. Fröba ist darüber hinaus in diesen Gremien aktiv und verfügt über ein großes Netzwerk. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Fröba einen Nachfolger im Vorstandsteam gefunden haben, der sich für die Bedürfnisse der Menschen im Münchner Norden einerseits, aber auch mit viel Herzblut für die Mitarbeitenden der Diakonie Hasenbergl einsetzt. Wir sind sicher, dass wir für zukünftige Herausforderungen sehr gut aufgestellt sind! Und uns wie gewohnt einsetzen für unsere Klient*innen.“

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
info@diakonie-hasenbergl.de
Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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