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05. Dezember 2019 | „Ein Danke ist mir mehr wert als jedes Geld“ - Im Gespräch mit zwei Freiwillig Engagierten der Diakonie Hasenbergl zum Tag des Ehrenamtes am 05. Dezember

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DH zum Tag des Ehrenamtes 2041986 wurde von den Vereinten Nationen zum ersten Mal der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ ausgerufen. Diesen Tag nehmen wir als Anlass, um uns mit zwei der rund 140 Freiwillig Engagierten in der Diakonie Hasenbergl e.V. über ihre Tätigkeit zu unterhalten.

Michaela Ebner-Volz, 54 Jahre, eine gebürtige Hasenberglerin, engagiert sich seit inzwischen fünf Jahren freiwillig. Als „Einkaufshilfe“ kümmert sie sich für ca. zwei Stunden die Woche um die Bedürfnisse einer Seniorin, d.h. sie geht alleine oder auch gemeinsam mit der Dame einkaufen, erledigt kleinere Hilfen im Haushalt. „Das erlaubt sie aber nur, weil ich größer bin als sie und mir Bewegungen in Höhe leichter fallen als ihr. ‚Sie sind so groß, sie können überall hin‘, sagt sie dann immer“, erzählt Michaela Ebner-Volz lachend. Sie unterhält sich gerne mit der über 88-jährigen und lauscht den Geschichten aus ihrer Jugend. Dabei merkt man, wie Geschichte und Erzählerin lebendig werden.

Katharina Richter, 68 Jahre, kommt ursprünglich aus Siebenbürgen, lebt aber schon seit 30 Jahren im Hasenbergl. Die ehemalige Altenpflegerin ist seit zwei Jahren im Ruhestand, wusste schon während ihrer Tätigkeit, dass sie später weiterhin im sozialen Bereich, Menschen helfen möchte. Auch die 68-Jährige engagiert sich in der Nachbarschaftshilfe. Alle zwei Wochen besucht sie für zwei bis drei Stunden einen älteren Herrn. Während dieser Zeit begleitet sie ihn zu Arztbesuchen, geht mit ihm spazieren, sie spielen Spiele und singen gemeinsam. „Sehr schön, dass Sie da sind. Wenn sie kommen, kann ich den Alltag für eine kleine Weile vergessen“, wer so einen Satz zu hören bekommt, weiß bestimmt, wie wichtig die kurze gemeinsame Zeit für diesen Senioren ist. Die Zeit ist halt doch sehr lange, wenn man als Senior*in alleine ist.

Während Michaela Ebner-Volz und Katharina Richter ihre Geschichten und kleinen Anekdoten erzählen, wird sehr schnell deutlich, mit welchem Engagement, Freunde und Herz die beiden Damen ihrem Ehrenamt nachgehen. Dabei vermitteln sie eine Ruhe und Gelassenheit, die dem Gegenüber nur gut tun kann. Es muss doch bestimmt eine Schattenseite dieser Tätigkeit geben? Und ja, die gibt es. Wenn die Klient*innen schleichend dement werden, kann der „Job“ manchmal schon anstrengend werden und viel Geduld erfordern. Allerdings sind beide für solche Fälle gut vorbereitet. Da beide ihr Engagement über die Nachbarschaftshilfe Hasenbergl ausüben, sind sie an ein Netzwerk von Freiwillig Engagierten angebunden. Einmal im Monat trifft man sich zum Erfahrungsaustausch (siehe Bild), und zu verschiedenen, relevanten Themen, u.a. „Wie gehe ich damit um, wenn Klient*innen dement werden?“ gibt es Schulungen.

Für ihr Ehrenamt geben sie gerne ihre Zeit. Ihnen ist bewusst, wie wichtig ist die freiwillige Tätigkeit für alle Beteiligten sein kann. „Es kostet dich wenig, zu geben; ein Wort, ein Lächeln und eine helfende Hand“, zitiert Katharina Richter am Ende unseres Gesprächs.

Das Angebot der Unterstützung ist heiß begehrt, der Bedarf an Hilfestellung durch freiwillig engagierte Mitarbeitende angesichts der zunehmend älter werdenden Bevölkerung steigt immer weiter an. Damit Hilfsangebot und –nachfrage zusammen kommen, können sich Interessierte an Nicole Schmitt, Koordinatorin der Nachbarschaftshilfe Hasenbergl, wenden. Telefon 089 370 644 35. „Wir sind immer wieder erstaunt, dass viele ältere Menschen gar nicht wissen, dass es solche Hilfsangebote gibt. In der Nachbarschaftshilfe der Diakonie Hasenbergl arbeiten wir seit 2013 in Kooperation mit der Evangeliumskirche mit freiwilligen Helfer*innen zusammen, einige von Ihnen sind seit Anfang an dabei. Das ist wirklich eine tolle Leistung, für die wir gar nicht genug Danke sagen können“, fasst Nicole Schmitt zusammen.

 

Diakonie Hasenbergl e.V.
Stanigplatz 10, 80933 München
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Telefon: 089 - 314 001 0
Telefax: 089 - 314 001 69

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