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15. Juli 2019 | Wegweiser aus der Not und Kulturdolmetschende - PONTIS Freimann bezieht neue Räumlichkeiten ab dem 15.07.2019

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PONTIS FreimannSie sind Wegweiser aus der Not, Dolmetschende für Kulturen, aber auch Lotsinnen und Lotsen im Bürokratiedschungel für Menschen mit Migrationshintergrund: Die Mitarbeitenden bei PONTIS Freimann haben ein offenes Ohr für die oft selbst erlebten Nöte und Unsicherheiten. Hilfe beim Verstehen und Ausfüllen von Anträgen ist die Hauptaufgabe der Lotsinnen und Lotsen. Dank der freundlichen Unterstützung des Kinderschutz München konnten die Lotsinnen und Lotsen für ihre Tätigkeit bisher die Räume im Heidetreff mitnutzen. Am 15. Juli 2019 eröffnet nun das neue Büro von PONTIS-Freimann im Starenweg 54.

 

Sie geben Menschen Orientierung, die aus anderen Ländern nach München zugezogen sind. Dabei kennen sie die Bedürfnisse ihrer Klientinnen und Klienten genau: die Mitarbeitenden von PONTIS Freimann haben meist selbst Migrationshintergrund, haben oft selbst die gleichen Nöte und Unsicherheiten erlebt, mit denen sich die Menschen auseinander setzen müssen, die die Einrichtung aufsuchen.

„Unsere Lotsinnen und Lotsen sprechen nicht nur verschiedene Sprachen, sie kennen sich auch im Münchner Hilfesystem aus und können, je nach Problem, an geeignete Fachstellen weitervermitteln. Dadurch, dass sie meist selbst vor Jahren nach München eingewandert sind, wissen sie, wovon sie sprechen und können gezielter auf die Klientinnen und Klienten eingehen“, erklärt Stephanie Knott, die PONTIS Freimann leitet. Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für PONTIS Freimann tätig, alle haben langjährige Erfahrung in der Unterstützung von Migrantinnen und Migranten, da sie bereits vorher beim PONTIS Lotsenprojekt am Walter-Sedlmayr-Platz tätig waren.

Im Stadtteil Hasenbergl – Feldmoching ist PONTIS-Hasenbergl als erstes Lotsenprojekt bereits seit mehr als 10 Jahren etabliert und fest im Münchner Sozialsystem verankert. Die erfolgreiche Hilfestellung ist auch in anderen Stadtbezirken sehr gefragt. Lange Zeit gab es deshalb eine Außensprechstunde der Einrichtung im Heidetreff, ab 15. Juli 2019 bezieht PONTIS Freimann nun eigene Räumlichkeiten. Täglich außer Freitag sind die Mitarbeitenden für die Menschen im Stadtbezirk Schwabing-Freimann da.

Mehr als 55.000 Menschen leben im Stadtbezirk, fast jeder sechste von ihnen, immerhin mehr als 16.600 Menschen, stammt aus einer Familie, die aus 60 verschiedenen Nationen nach München eingewandert ist. Dabei sind es nicht nur Sprachbarrieren, die das Leben in München schwierig gestalten; die Migrantinnen und Migranten benötigen Hilfe, um Leistungsansprüche wie Wohn-, Elterngeld oder Grundsicherung beantragen zu können. Die Unterstützung und Erklärung beim Verstehen und Ausfüllen der Antragsformulare nimmt deshalb einen großen Teil der Leistungen ein, die PONTIS anbietet. „Oft ist es aber auch das Wissen, dass wir verstehen, wie es unseren Klientinnen und Klienten geht, was sie zu uns führt. Zusätzlich zu den behördlichen Anfragen sind es oft innerfamiliäre Nöte, die die Menschen sorgen. Können sich die Eltern nicht ausreichend auf deutsch verständigen, sind sie unter anderem auf ihre Kinder angewiesen. So kommen die typischen Rollen und Aufgaben in der Familie durcheinander, das Selbstvertrauen leidet. Durch unsere Hilfestellung kann sich diese Situation langfristig entspannen“, freut sich Knott.

Logo Skala Claim RGBDass es in Freimann nun ein weiteres PONTIS-Büro gibt, ist der SKala-Initiative zu verdanken. SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert etwa 100 gemeinnützige Organisationen mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in den Bereichen Inklusion und Teilhabe, Engagement und Kompetenzförderung, Brücke zwischen den Generationen sowie Vergessene Krisen. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die gegenüber PHINEO eine große soziale Wirkung nachgewiesen haben.

Diakonie Hasenbergl e.V.
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Telefax: 089 - 314 001 69

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